Die Finanzkrise und Ihre Entstehung!!
Nun ist es amtlich, die Finanzkrise hat die gesamte Weltwirtschaft erreicht. Für viele ist trotzdem unklar, warum es soweit kommen konnte. Wir möchten Ihnen dies versuchen ein wenig transparenter darzustellen.
Die Ursache allen Übels ist die so genannte "Subprime-Krise" und sie reicht eigentlich zurück bis ins Jahr 2000. Das platzen der Internetblase und der Kursverfall an den Börsen zog zwei Folgen nach sich: Die Federal Reserve senkte in den USA rasch den Leitzins und des weiteren waren Anleger in Amerika eher darauf bedacht auf sichere Anlagen, wie Immobilien zu setzen. Durch den niedrigen Zins war es selbst den weniger verdienenden Amerikanern möglich ein Darlehen zu bekommen und Häuser auf Pump zu kaufen. Dies belegt das Wort "Subprime" und bedeutet, dass selbst bonitätsschwache Käufer, oder gar Menschen ohne Einkommen an Kredite kamen. Durch die plötzlich hohe Nachfrage nach Immobilien und dem geringen Angebot, schossen die Preise für Häuser drastisch nach oben. Bei den Beratungen der Banken für ihre Kunden rechnete man vor, dass die Darlehen später durch den Verkauf der Immobilie locker abgelöst werden könne und am Ende ein satter Gewinn übrig bleiben würde. Das wiederum führte dazu, dass noch mehr Menschen auf diesen Zug aufsprangen und dadurch die Immobilienpreise explodierten. Alles wäre in Ordnung gewesen, wenn die jährlichen Wertsteigerungen in der Immobilienbranche hätten gehalten werden können. Wie bei allen Geldanlagen galt jedoch auch hier ein Gesetz: Nach jedem Hoch kommt auch wieder ein Tief und es kam was kommen musste.
Nach einigen Jahren wurde der Leitzins nach oben korrigiert und so kamen die so genannten Subrime-Kredite in Not. Die Kreditnehmer waren plötzlich nicht mehr in der Lage Ihre Kredite zu bedienen und die Aufwärtsspirale nahm ihren Lauf.
Die Kreditnehmer mussten nun ihre Immobilie verkaufen, oder, wie in den USA üblich an die Bank zurück geben. Plötzlich war ein Überangebot an Immobilien vorhanden und so passierte genau das Gegenteil von dem, was ein paar Jahre zuvor passiert war. Das Angebot war größer als die Nachfrage und ein Preisverfall setzte ein. Auch die Rechnung der Banken mit steigenden Preisen ging nicht mehr auf. Dadurch verkauften immer mehr ihre Immobilien und die Preise sanken weiter. Durch den Verkauf der Häuser und dem geringeren Erlös konnten vor allem Bonitätsschwache Kunden die Kredite bei den Banken nicht mehr zurück zahlen. Die Banken blieben nun auf den Schulden, oder auf den im Wert gesunkenen Häusern sitzen. Die Hypotheken waren zumeist höher, als der Wert der Häuser.
Doch, wer jetzt denkt, dies wäre alles gewesen, der täuscht sich.
Die Banken hatten die Kredite in Derivate verpackt und weltweit an Anleger und andere Banken verkauft. Diese erzielten, als das Geschäft gut ging, gute Renditen. Doch wie wir alle wissen, waren diese verkauften Papiere am Ende nichts mehr wert. Durch viele weitere Verstrickungen auf dem Finanzmarkt wusste nachher niemand mehr, wieviele dieser Papiere wirklich auf dem Markt sind, was sie wert sind usw.
Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum es öfters vorkommt, dass ein Makler von einem gewünschten Darlehen abrät. Die Beraterhaftung, die hier für uns gilt, hätte bei Fehlern gravierende Folgen. Wir versuchen alle Eventualitäten und Szenarien im Interesse unseres Kunden durchzuspielen. Was nutzt es Ihnen eine Immobilie zu finanzieren, wenn Sie im Rentenalter nicht einmal in der Lage sein werden die Betreibungskosten einer solchen zu tragen. Sie sollten in der Lage sein parallel hierzu eine private Altersvorsorge aufzubauen, die Ihren Ansprüchen entspricht. Wer denkt, dass eine Immobilie, nachdem sie bezahlt wurde nichts mehr kostet, der irrt. Wie bei einem Investment gilt auch hier die Regel, "investiere nicht, wenn du zu einem Zeitpunkt verkaufen MUSST!!!!
Inflation und Dynamik-ein großer Irrtum!
Viele Finanzdienstleister und Banker bieten Ihren Kunden dynamisierte Sparpläne in Höhe der durchschnittlichen Inflation an. Das ist auch gut so, denn so kann die Lohnsteigerung auch in einem Sparplan umgesetzt werden und die Sparquote wird gleich gehalten. In den vielen Beratungsgesprächen, die täglich in Deutschland stattfinden wird das jedoch so nicht gesagt. Vielmehr wird behauptet, dass durch die Dynamik die Inflation umgangen wird. Berechnungen dem Kunden gegenüber finden hier aus Unwissenheit erst garnicht statt. Fakt ist, dass dies leider ein weit verbreitetes Gerücht in der Branche ist. Ein Berater, dem Sie Ihr Vertrauen schenken, sollte in der Lage sein Ihnen hier den Unterschied klar zu definieren und in der Folge auch berechnen können. Wie wichtig das für Sie ist, sollte bei der Beratung klar und deutlich erkennbar sein. Für Sie zur Info: Die Teuerungsrate der letzten 30 Jahre lag im Durchschnitt bei 3,1 % und das sollte in jede Berechnung mit einfließen.
Risikoabsicherung: Berufsunfähigkeit
Immer wieder gibt es Debatten um ein Thema: Die Berufsunfähigkeitsversicherung!!
Fakt ist: das Einkommen muss gesichert werden, sonst droht einem im Schadensfall der "Wirst Case".
Dem stimmen zwar die meisten Kunden zu, aber die Durchführung lässt zu wünschen übrig. Aus finanziellen Gründen werden oft nur maximal 50 % des Einkommens versichert und dann nur bis zum 60. Lebensjahr. Zwar macht das diese Versicherung erschwinglich und bezahlbar, aber ist Ihnen damit wirklich geholfen? Wenn der Schadesfall eintreten würde, wäre man ebenso pleite, wie ohne einen solchen Vertrag, es würde halt nur ein wenig länger dauern. Kombinieren Sie niemals Sparverträge mit Risikoabsicherung, denn hier geht ein großer Teil des Geldes zu Ihren Ungunsten verloren. Ein Versicherungsschutz sollte immer in der Höhe des Nettoeinkommens gewählt werden und bis zum gesetzlich vorgegebenen Rentenalter laufen. Außerdem sollte immer die Frage erlaubt sein, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung für den Kunden die erste Wahl ist, oder ob es eventuell Alternativen gibt? Hier ist Beratung und Information sehr wichtig, denn oftmals weiß der Kunde nichts von alternativen Produkten, die hier in Deutschland nur einfach noch nicht so bekannt sind.
Bausparen, zum sparen völlig ungeeignet
Der Bausparer ist nachwievor des Deutschen Liebling. Fast jeder Dritte besitzt einen solchen Vertrag und angesichts der Finanzkrise erfreut er sich zunehmender Beliebtheit. Die Banken freut es, denn niemand sonst hat etwas davon und so ist der Deutsche der Meinung, er hätte zum einen eine sichere, aber auch eine rentable Geldanlage. Leider ist dem nicht so und man kann diese Form des sparens getrost als altmodisch und unrentabel bezeichnen, denn es gibt für Geldanlagen Regeln, die es einzuhalten gilt. Jede Geldanlage mit einem Garantiezins ist nicht Inflationsbereinigt. Je niedriger also der Zins und je höher die Inflation, umso höher auch der Verlust. Eine solche Anlage verliert mit zunehmender Laufzeit an Kaufkraft, denn was heute 10 € kostet, dass wird in 10 Jahren 20 Euro kosten. Sie müssten also Ihr Geld in 10 Jahren verdoppeln, um keine Kaufkraft zu verlieren. Nach Steuern dürfte es sogar noch immer ein Minusgeschäft sein. Überall auf der Welt wird der Deutsche als so genannter Schnäppchenjäger bezeichnet. Hierbei ist es völlig egal, ob es um Lebensmittel im Supermarkt, Elektroartikel oder um ein Auto geht. Anders ist es beim sparen und Geld anlegen. Hier wird gekauft, was Sicherheit verspricht und auf die Kosten und Rendite wird nicht geachtet. Dabei sind die Kosten in einem solchen Vertrag erheblich. Der Kunde spart den Betrag X für einen lächerlichen Ansparzins und wenn er 40-50 % der Bausparsumme angespart hat, so kann er ein Bauspardarlehen in Anspruch nehmen. Zudem kann der Kunde unter bestimmten Einkommensverhältnissen eine Wohnungsbauprämie von 8,8 % (auf maximal 512 Euro jährlichen Sparbeitrag) erhalten.
Ein Tagesgeldkonto wäre oftmals nicht nur rentabler, sondern auch sinnvoller, da der Kunde dort täglich dran kann, was bei einem Bausparvertrag definitiv nicht möglich ist.
Die Lüge mit dem Garantiezins
Eines vorweg: Prinzipiell gilt, dass Fonds über einen langen Zeitraum die beste Altersvorsorge darstellen. Dies kann niemand abstreiten, wenn er ehrlich ist. Leider aber ist nicht alles, was als fondsgebundenes Produkt verkauft wurde, wirklich besser , als eine klassische Versicherung. Es ist besser sich schnell von solchen Verträgen zu trennen, denn die Verluste holt man auch bei einem durchhalten bis zum Ende nicht wieder rein. Ein Schrecken mit Ende ist schließlich immer noch besser, als ein Schrecken ohne Ende.
Wer kennt es nicht? Die Versprechen der Versicherungen mit angeblichen garantierten Ablaufleistungen bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen. Auch hier gilt, ähnlich, wie bei Bausparverträgen: "des Deutschen liebstes Kind ist die Sicherheit". Oft wurde in den Medien darüber berichtet, wie Kunden und zukünftige Rentner mit dieser Form der Altersvorsorge über den Tisch gezogen werden. Verbraucherschützer geben sich alle Mühe klar zu machen, welch ein Irrglaube hier teilweise herrscht. Am 26. Juli 2005 fällte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein vernichtendes Urteil und erklärte diese Form der Altersvorsorge als Verfassungswidrig und somit als legalen Betrug. Wir möchten hier unsererseits nochmals Stellung beziehen und versuchen zu erklären, was viele Sendungen im Fernsehen und auch Zeitungen in der Vergangenheit schon versucht haben.
Klassische Renten und Lebensversicherungen sind Garantieprodukte. Der Kunde bekommt vorgegaukelt, dass er auf seinen monatlichen Beitrag Zinsen in Höhe von momentan 2,25 % erhält. Parallel dazu erklärt man ihm, dass er eine nicht garantierte jährliche Überschussbeteiligung in unbestimmter Höhe erhält. Die Zinsen bekommt man allerdings nur auf den so genannten Sparanteil, doch was ist das? Als Sparanteil bezeichnet man den Teil des Kundenbeitrages, der übrig bleibt, nachdem sich die Versicherung den Kostenanteil für diesen Vertrag entnommen hat. Doch diese können individuell variieren. Der Kunde weiß also nie genau, auf wieviel von seinem Geld er Zinsen bekommt. Neu wurde geregelt, dass Gesellschaften verpflichtet sind zukünftig einen Teil des Geldes eines Kunden zu sparen, also nicht für Kosten zu verrechnen und des Weiteren die stillen Reserven an die Kunden auszuzahlen. Als Folge daraus wurden massiv die Überschüsse gekürzt und aktuell wird darüber diskutiert den Garantiezins von derzeit 2,25 auf 1,75 % zu senken.
Die Nettorendite bei der schlechtesten Versicherung liegt bei 1,73 % und bei der Besten bei 3,4 %. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass hier für Verträge nach 2004 die Besteuerung greift und die Inflation, sprich Kaufkraft berücksichtigt werden muss, dann ist das Ergebnis erschreckend. Kein einziger Vertrag erwirtschaftet eine positive Rendite, also stellt sich berechtigterweise die Frage, ob ein solcher Vertrag Sinn macht und warum Menschen so etwas abschließen?
