Diese Seite wird gerade neu angelegt. Ich bitte um ihr Verständnis

Finanzplanung ist Lebensplanung und.....

Versicherungen kosten Geld

Immer wieder wird gerade in der letzten Zeit durch die Medien das Thema Kosten aufgegriffen. Man hackt eifrig auf der Branche rum und unterstellt, dass man die Kunden ihres Geldes entledigen würde. Doch mal ehrlich, ist das wirklich so? Haben sie in ihrem Leben bisher etwas für umsonst bekommen? Wenn sie zum Bäcker gehen, zahlen sie hier nichts für die Brötchen? Wie ist beim Metzger, ihrem Reisbüro, ihrem KFZ Mechaniker, dem Handyanbieter oder ihrem Arbeitgeber? Nimmt der kein Geld von seinen Kunden für die Leistung, die sie täglich erbringen müssen? Wer zahlt ihnen ihr Gehalt und warum ist das möglich? Warum hackt man ständig auf einer Branche rum, von der man als Einzige etwas zurück bekommt, wenn etwas passiert oder, wenn halt der Zeitpunkt für die Auszahlung der Rente gekommen ist und da gibt es sogar mehr, als man selber einbezahlt hat.

 

Auch wir betrachten die Entwicklungen nicht mit der rosaroten Brille und wir rechnen nach, aber was hier zumeist behauptet wird, entspricht in keiner Form der Wahrheit.

Die Medien leben von schlechter Presse, von Panik und Angstmache, denn die lässt sich besser verkaufen. Keiner überprüft, was wirklich passiert ist und weshalb vielleicht ein Kunde in diesen Berichten keine Leistung bekommen hat. Sie als Leser können es auch selber nicht überprüfen und das ist auch gut so für die Medien, denn hier wird gelogen, was das Zeug hält.

Warum glauben die Menschen immer, dass man heute Geld einzahlt und morgen gleich das Doppelte auf dem Konto ist??? Wenn sie Bank oder Versicherung wären, würden sie das dann so machen? Bestimmt nicht, denn sie müssen den Gewinn erstmal erwirtschaften und das Personal in der Zwischenzeit bezahlen, welches dafür sorgt, dass alles reibungslos läuft und sie nachher auch mehr bekommen. Gut Ding braucht Weile heißt es so schön und vielleicht sollten auch sie beim nächsten mal daran denken, das Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde. Es braucht Zeit und unter Umständen ein halbes Leben.

Der fast aussichtslose Kampf um eine sichere Rente

Der fast aussichtslose Kampf um eine sichere Rente Wer im Alter finanziell wirklich abgesichert sein will, muss radikal denken. Neue Berechnungen zeigen: Rente und ein wenig Geld sparen reicht nicht

DWO_vorsorge_mt.jpg

Alles zu spät: Der Kontostand bewegt sich im negativen Bereich, neue Geldquellen zum Ausgleich des Minus sind nicht in Sicht. Nebenjobs für ältere Menschen bringen nicht genug ein. So wird es vielen Menschen in Zukunft gehen – ganz gleich, ob es um Rente oder Pflege geht.

Die Konsequenz ist klar: Der lieb gewonnene Lebensstandard lässt sich nicht länger aufrechterhalten, das Auto muss verkauft, der Urlaub gestrichen werden. Ein solches Horrorszenario droht in 20 Jahren zumindest all jenen, die sich beharrlich weigern, über die gesetzliche Rente hinaus Geld beiseite zu legen.

Das Problem ist nicht nur Altersarmut im klassischen Sinne. Besonders gefährdet sind auch viele Bürger, die heute glauben, das Thema ginge sie nichts an – und werde sie auch niemals etwas angehen. "Betroffen werden nicht die viel beklagten armen Rentner sein, sondern eher der obere Mittelstand", sagt Bernd Raffelhüschen, Professor und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Universität Freiburg.

Er meint damit Menschen, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient haben und auf zusätzliche Vorsorgeanstrengungen verzichteten. "Sie werden zwar über ein hohes absolutes Alterseinkommen verfügen, aber relativ zu ihrem letzten Lohn deutliche Einbußen hinnehmen", sagt Raffelhüschen. Wer vorher viel verdient, muss später viel ersetzen, so der Gedanke, der von vielen gerne ausgeblendet wird.

 

60 Prozent des letzten Einkommens reichen?

Der Altersvorsorge-Experte erwartet, dass Menschen im Alter mindestens 60 Prozent und eher mehr ihres letzten Bruttoeinkommens brauchen, um ihr Leben in gewohnter Weise fortsetzen zu können. Eine 100-Prozent-Vorsorge ist nicht nötig, schließlich stehen die Kinder dann auf eigenen Beinen, die Immobilie ist abbezahlt und auch die Beiträge für die Altersvorsorge, beispielsweise eine private Lebensversicherung (Link: http://www.welt.de/themen/lebensversicherung) , gehen nicht mehr vom Konto ab. Jedoch vergessen viele, dass man nun 365 Tage Zeit dafür hat, wofür man sein Geld ausgeben könnte. Wer nichts hat, der hat andere Sorgen, denn hier dürfte es schwierig werden überhaupt die Kosten des täglichen Lebens zu decken.

Allein mit der gesetzlichen Rente aber werden die heute 35- bis 49-Jährigen nicht weit kommen. Die dann zu erwartenden Überweisungen der Deutschen Rentenversicherung (Link: http://www.welt.de/themen/rentenversicherung/) reichen in dieser Altersgruppe lediglich noch aus, um 39 Prozent des letzten Bruttoeinkommens zu ersetzen.

1022 Euro sind dies im Durchschnitt, wie Raffelhüschen für den aktuellen "Vorsorgeatlas Deutschland" errechnet hat. Die Hälfte der Angestellten muss sogar mit weniger als 36 Prozent oder 960 Euro auskommen. Nur Beamte kommen der Studie zufolge in 20 Jahren allein dank ihrer Pensionen auf die angepeilten 60 Prozent. Wer auch zukünftig auf Anschaffungen, Urlaub und Konsum nicht verzichten will, muss bereits heute die Bereitschaft dazu zeigen und privat vorsorgen.

 

Riester lohnt nicht immer, aber man sollte auf jeden Fall nachrechnen.

Indem das gesetzliche Rentenniveau Schritt für Schritt zurückgefahren wird, müssen Bürger mehr eigeninitiativ vorsorgen. Das ist von der Politik seit Langem erkannt und wird entsprechend unterstützt. Die beiden weiteren Renten-Säulen der geförderten Privatvorsorge, wozu insbesondere die Riester-Rente gehört, und die betriebliche Altersvorsorge gewannen bereits in den vergangenen zehn Jahren an Gewicht.

Die Gruppe der heute 35- bis 49-Jährigen, die zusätzlich einen Riester-Vertrag unterschrieben hat, kommt immerhin im Durchschnitt schon auf eine Gesamtabdeckung von 52,2 Prozent, wenn das Produkt passt, denn hier gibt es eklatante Unterschiede. Doch reichen wird es trotzdem nicht, um sein Leben unverändert weiterleben zu können.

Ohne Einbußen gelingt dies in der Gruppe nur, wenn man privat vorsorgt und auch noch eine betriebliche Altersvorsorge oder Geld und Immobilienvermögen hinzukommen (siehe Grafik). Dies macht deutlich, dass für die meisten Menschen ein gesichertes Auskommen im Alter nur dann zustande kommt, wenn bereits heute verzichtet wird. Vorsorgen bedeutet Konsumverzicht.

 

Rentenbeitrag wird auf 24 Prozent steigen

Auch wenn die klassische Rente immer weniger zum Erhalt des Lebensstandards beisteuert, werden die finanziellen Belastungen für jeden einzelnen Versicherten weiter steigen. "Der Beitragssatz wird in 20 Jahren bei rund 24 Prozent liegen", sagt Martin Gasche vom Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik. Aktuell sind es 18,9 Prozent. Altersvorsorge-Experte Raffelhüschen teilt diese Prognose, verbindet sie aber gleichsam mit einem positiven Ausblick: "Die gesetzliche Rente wird sich als sicher entpuppen und wird bei Beiträgen um die 23 bis 24 Prozent eine solide Basisabsicherung für den ganz überwiegenden Teil der Bevölkerung stellen."

Deutlich stärker als gegenwärtig werde darüber hinaus der Anteil der betrieblichen Altersvorsorge am Gesamteinkommen der Älteren ausfallen, "denn viele haben über Jahre hinweg Entgeltumwandlung und andere Formen des Ansparens von maximal vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze betrieben".

Dass es in 20 Jahren völlig neue Formen der Altersvorsorge geben wird, sehen die Experten nicht. Es geht aus ihrer Sicht vornehmlich um Anpassungen bestehender Formen. So wird seit längerem über die Frage diskutiert, inwieweit der Staat seine Bürger zum Zwangssparen verpflichten muss und letztlich kann.

 

Wird private Vorsorge zur Pflicht?

Eines der derzeit wahrscheinlichsten Modelle ist eine zunächst einmal verpflichtende betriebliche Altersvorsorge – nur wer sich bewusst dagegen entscheidet, kann aussteigen. Gerade von Verbraucherschützern propagiert wird ein staatlicher Vorsorgefonds nach Vorbild skandinavischer Pensionsfonds.

Einfache Struktur und damit geringe Kosten sollen zu einer effizienteren Altersvorsorge führen. "Das wäre eine verbraucherfreundliche und zugleich sozialpolitisch wirksame Ausgestaltung der kapitalgedeckten Säule der Alterssicherung", sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Eine größere Verbreitung könnte auch eine in Deutschland bisher kaum zu findende Leibrente finden, bei der Immobilienvermögen in Rente umgewandelt wird. "Vor allem kinderlose Immobilienbesitzer werden diesen Weg wählen", sagt Raffelhüschen. Und diese Gruppe wird wachsen. Sie soll in 20 Jahren ein Drittel aller Alten ausmachen.

 

Kinder als Absicherung für Pflegefälle

Kinder spielen nicht nur mit Blick auf die Rente eine Rolle bei der Versorgung im Alter. Noch wichtiger sind sie beim Thema Pflege. Wer keine Kinder hat, muss alleine für Ausgaben aufkommen, die nicht durch die gesetzliche Pflegeversicherung (Link: http://www.welt.de/themen/pflegeversicherung/) abgedeckt sind. Eine Studie der R+V-Versicherung weist für das Jahr 2030 eine Pflege-Lücke in Höhe von 16 Milliarden Euro aus.

Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen den durchschnittlichen Pflegekosten und den Leistungen der Pflegeversicherung. Zum Vergleich: 2007 lag sie bei acht Milliarden Euro. Gasche vom Max-Planck-Institut sieht einen Grund für die Verteuerung der Pflege in den zu erwartenden Lohnzuwächsen im Pflegesektor.

Die Sorge in Deutschland, einmal zum Pflegefall zu werden, hat denn auch merklich zugenommen. Laut einer Langzeitstudie der R+V-Versicherung, die "Die Ängste der Deutschen 2013" beleuchtet, zeigt, dass mittlerweile 55 Prozent aller Befragten fürchten, einmal selbst als Pflegefall zu enden. Insbesondere Frauen machen sich Gedanken. Während sich die Hälfte aller Männer davor fürchtet, im Alter anderen zur Last zu fallen, sind es bei den Frauen bereits 59 Prozent.

Aus Sicht der Studienverantwortlichen Rita Jakli ist das Unbehagen begründet: "Jede dritte Frau hat keinen einzigen Cent in eine eigene Altersvorsorge eingezahlt." Je älter die Befragten sind, desto größer ist nicht zuletzt ihre Angst vor dem Pflegefall. Für das Jahr 2030 rechnet das statistische Bundesamt mit rund 3,4 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland – 2,2 Millionen davon werden Frauen sein.